Tja, ihr kennt mich ja mittlerweile 😊 – natürlich darf Finnland in unserer Norden-Repertoire nicht fehlen. Dieses Mal hat es uns wieder nach Levi verschlagen. Vor vier Jahren waren wir zwar schon einmal hier, allerdings gibt es dazu keinen Blogbeitrag. Ein paar Erinnerungen von damals lasse ich aber bestimmt mit einfliessen.
Anreise nach Levi – Flug von Zürich nach Kittilä
Unsere letzte Reise hatten wir komplett über Scandinavian Travel gebucht. Dieses Mal haben wir alles selbst organisiert. Direktflüge von Zürich nach Lappland gibt es leider nicht, wenn man samstags fliegen muss – ausser man bucht über einen Reiseveranstalter. Deshalb entschieden wir uns für eine Verbindung mit Zwischenstopp in Kopenhagen.
Den Hinflug haben wir mit SAS gebucht. Leider war es an diesem Tag in Kopenhagen ziemlich windig, weshalb sich unser Weiterflug um eine Stunde verspätete. Aus geplanten drei Stunden Zwischenhalt wurden somit nur noch etwa 1,5 Stunden. Da wir zu sechst unterwegs waren und nicht lange nach einem passenden Restaurant suchen wollten, haben wir uns kurzerhand Zugang zur SAS Lounge gegönnt. Das war die perfekte Entscheidung – entspannt essen und trinken, ohne Stress oder lange Wege.
Der Weiterflug startete dann mit etwas weniger Verspätung und wir landeten schliesslich doch ziemlich pünktlich in Kittilä.
Über die Bolt App haben wir bereits vorab ein Taxi organisiert und waren rund 15 Minuten später bei unserem Ferienhaus. Gebucht haben wir die Unterkunft über Booking.com. Das Haus liegt etwas ausserhalb vom Zentrum – mit einem schönen, kurzen Spaziergang aber gut erreichbar.
Am nächsten Morgen spazierten wir gemütlich Richtung Ortszentrum von Levi. Eigentlich wollten wir in einem Hotel frühstücken gehen – doch dann der erste Stromausfall. Nichts ging mehr. Also liefen wir weiter ins Zentrum. Zum Glück kam der Strom wieder zurück und wir entschieden uns für ein Café beim Skizentrum.
Kaum sassen wir mit unserem Frühstück am Tisch, fiel der Strom erneut aus. Und kurze Zeit später noch einmal. Willkommen im hohen Norden 😉 – ein kleines Abenteuer gehört eben dazu.
Wir informierten uns noch kurz über die Ski miete, denn Skifahren stand natürlich ebenfalls auf dem Programm unserer Finnland-Reise. Danach erledigten wir unseren Einkauf und machten uns wieder auf den Weg zu unserem Haus. Trotz der etwas ruhigeren Lage geniessen wir genau das – Natur, Ruhe und ein schöner Spaziergang inklusive.
Traditionell essen im Samirestaurant
Am Abend stand dann ein echtes Highlight an: Abendessen im Saamen Kammi, einem traditionellen Samirestaurant in Levi.
Das Menü beginnt mit einer leckeren Fischsuppe. Danach erwartet einen ein Buffet mit geräuchertem Lachs, Rentierfleisch und verschiedenen typischen Beilagen. Zum Abschluss gibt es noch ein besonderes Dessert – typisch lappländisch und definitiv ein Erlebnis.








Winterwanderung und Hundeschlitten in Levi
Am nächsten Tag stand für meinen Sohn und seine Freundin ein echtes Lappland Highlight auf dem Programm, ein Hundeschlittenausflug durch die verschneite Winterlandschaft. Währenddessen machten wir anderen eine gemütliche Winterwanderung rund um Levi.
Es gibt hier einige wunderschöne Winterwanderwege, die man ganz unkompliziert auch ohne Schneeschuhe laufen kann. Gleich in der Nähe unseres Hauses startete ein Weg, perfekt für einen spontanen Spaziergang. Durch die tief verschneiten Wälder zu laufen war einfach traumhaft und wir hatten an diesem Tag wirklich grosses Wetterglück
Am See liegt das gemütliche Riihi Restaurant, wo wir uns aufgewärmt haben. Es gab eine leckere Rentiersuppe und frische Waffeln, genau das Richtige nach einem Winterspaziergang in Lappland. Danach liefen wir über den gefrorenen See zurück und liessen den restlichen Tag entspannt in unserem Ferienhaus ausklingen.
Skifahren in Levi mit Weltcup Piste und Flutlicht
Am Dienstag ging es dann für mich, meinen Freund und meinen Sohn endlich auf die Ski. Wir waren richtig gespannt auf das Skigebiet in Levi. Unsere Skischuhe hatten wir von zuhause mitgebracht, sodass wir nur noch Skier und Stöcke mieten mussten, was schnell und unkompliziert ging.
Dann hiess es rauf auf den Berg und erst einmal ein paar Schwünge zum Einfahren. Das Skigebiet ist tatsächlich grösser als man denkt und landschaftlich einfach wunderschön. Durch verschneite Wälder zu fahren und oben die weite Aussicht zu geniessen, ist schon etwas ganz Besonderes.
Die Pisten in Levi sind eher einfach und sehr angenehm zu fahren, dafür aber nicht extrem lang. Natürlich sind wir auch die bekannte Weltcup Piste gefahren. Ich dachte nur, und hier fahren die wirklich Slalomrennen. Ich war einfach froh, dass ich gemütlich in meinem Tempo unten angekommen bin.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Skifahren bei Sonnenuntergang. Sobald die Sonne verschwindet und die Flutlichter eingeschaltet werden, entsteht eine unglaublich schöne Stimmung. Diese Atmosphäre muss man einfach selbst erlebt haben, Skifahren in Levi ist wirklich etwas Spezielles.
Zwischendurch gönnten wir uns einen Rentierburger, bevor wir gegen 17 Uhr langsam wieder nach Hause fuhren.









Gemütlicher Tag in Levi mit Winterspaziergang und Ice Skating
Am nächsten Tag haben wir es etwas ruhiger genommen und sind erst gegen Mittag losgezogen. Wir spazierten gemütlich durch den Ort Levi und entdeckten dabei einen kleinen Rundweg durch die verschneiten Wälder. Die Winterspazierwege hier sind wirklich toll gemacht, gut ausgeschildert und problemlos begehbar, auch ohne spezielle Ausrüstung. Perfekt für alle, die in Lappland einfach die Natur geniessen möchten.
Danach zog es uns in unser fast schon Stammcafé, das Zero Point Cafe. Dort gab es eine leckere Lachssuppe und ein feines Rentiertoast. Gerade nach einem Spaziergang durch die kalte Winterluft schmeckt so etwas doppelt gut.
Gegen 16 Uhr wurden wir abgeholt zum Ice Skating. Die Natureisbahn liegt etwas abgelegen mitten in einem verschneiten Wald und ist definitiv ein besonderes Erlebnis in Levi. Nachdem wir die passenden Schuhe bekommen hatten, drehten wir mit noch etwas wackeligen Beinen unsere ersten Runden.
Es ist eben keine klassische Kunsteisbahn, wie man sie kennt, sondern eine echte Natureisbahn. Das Fahren ist dadurch etwas anspruchsvoller und man kann nicht einfach gemütlich in einer Bande entlangfahren oder sich zum Bremsen festhalten. Es gibt zwar ein paar Hilfen, die man benutzen kann, aber insgesamt braucht es etwas Gleichgewicht.
Der Weg ist sehr schön beleuchtet und am Abend wirkt das Ganze noch stimmungsvoller. Leider gibt es nur wenige Möglichkeiten, sich irgendwo festzuhalten, weshalb ich gleich zweimal hingefallen bin. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und definitiv mal etwas anderes.
Nordlichter am See in Lappland
Nach dem Abendessen sind wir nochmals losgezogen, um nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Nicht weit von unserem Haus entfernt liegt ein See, von dem aus man eine wunderbare freie Sicht auf den Himmel hat. An diesem Abend waren die Lichter zwar nur schwach zu sehen, aber wir wurden am letzten Abend unserer Reise noch dafür belohnt.









Rentiere füttern und Snowmobil Tour in Levi
Am Donnerstag sind wir gegen Mittag zu einem Rentiergehege gefahren und durften die Tiere füttern. Es ist immer wieder speziell, diesen sanften Tieren so nahe zu kommen und etwas mehr über die traditionelle Rentierhaltung in Lappland zu erfahren. Danach sind wir nochmals kurz in den Ort Levi gefahren und haben dort etwas gegessen.
Am Abend stand dann eine Snowmobil Tour auf dem Programm, eigentlich auch mit der Hoffnung Nordlichter zu sehen. Das Wetter spielte leider nicht ganz mit, aber das Erlebnis war trotzdem unglaublich cool. Tagsüber waren wir zwar schon einmal mit dem Schneemobil unterwegs, aber in der Nacht durch die verschneiten Wälder zu fahren, ist noch einmal eine ganz andere Stimmung.
Unterwegs machten wir Halt an einer Kota, einer traditionellen Holzhütte. Unser Guide Guille machte ein Feuer, grillierte Würste für uns und es gab heissen Tee. Zu unserem Glück waren wir die einzigen Teilnehmer und hatten somit eine Privattour. Beim Buchen habe ich bewusst darauf geachtet, keinen grossen Anbieter zu wählen, da wir nicht mit zwanzig anderen unterwegs sein wollten. Entweder hatte ich ein gutes Händchen oder es lag am Wetter, auf jeden Fall war es perfekt für uns.
Skifahren in Levi mit Sonnenuntergang
Am letzten Tag ging es nochmals auf die Ski im Skigebiet von Levi. Zuerst war das Wetter etwas wechselhaft und als wir auf die andere Seite des Berges fuhren, kam starker Wind auf. Die Pisten dort waren richtig gut präpariert und es hatte angenehm wenige Leute, aber mit dem Wind war es nicht ganz so entspannt.
Auf der anderen Bergseite wurde es dann deutlich besser. Wir erlebten einen traumhaften Sonnenuntergang während unserer letzten Abfahrten. Da man in Levi jeweils schnell wieder unten ist, schafft man einige Fahrten hintereinander. Die Stimmung mit dem Licht, dem Schnee und der klaren Luft war einfach wahnsinnig schön.
Rentiersteak und spektakuläre Nordlichter
Zum Abendessen gingen wir ins Pihvipritti und gönnten uns ein leckeres Rentiersteak. Für diesen Abend war die Nordlichter Vorhersage sehr gut und tatsächlich wurden wir belohnt.
Ich habe schon ein paar Mal Nordlichter gesehen, aber so intensiv noch nie. Sie haben richtig getanzt am Himmel und waren extrem stark. Es war ein unbeschreiblicher Moment. Ich hatte Tränen in den Augen und Gänsehaut, und das lag definitiv nicht an der Kälte. Solche Erlebnisse vergisst man nie.
Am nächsten Tag hiess es leider schon wieder Abschied nehmen von Lappland. Über die Bolt App bestellten wir erneut ein Taxi zum Flughafen. Dieses Mal flogen wir über Helsinki zurück, mit Finnair.
Auch auf dem Rückweg haben wir wieder eine Lounge gebucht. Ich glaube, wenn wir künftig mit Zwischenhalt fliegen, werde ich das immer so machen. Gerade mit etwas Wartezeit dazwischen ist es einfach viel entspannter









Tipps
Ich würde euch empfehlen wenn ihr, dass erste Mal nach Lappland reist, alles über eine Reisebüro zubuchen. Es ist etwas einfacher mit Flüge buchen, Haus mieten, Transfer und den vielen Möglichkeiten an Aktivitäten.
Klar geht es auch alles selbständig zum buchen, aber so hat man Hilfe und muss sich nicht alles zusammen suchen.
Ich würde euch ein Haus nicht ganz im Zentrum von Levi empfehlen, da man so nicht gerade im Trubel ist und vor allem muss man nicht weit um Nordlichter zusehen. Man ist zu Fuss oder mit Bus schnell im Zentrum.
Für die Aktivitäten würde ich schauen, dass man nicht die Massentourismus Anbieter wählt. Bei der Menge an Anbieter in Levi noch schwierig. Aber je nach dem hast du dann Pech und hast dann eine Gruppe von 20-30 Leuten auf einer Schneemobiltour.
Beim ersten Mal haben wir mehrere Aktivitäten gemacht. Wir waren mit dem Schneemobil unterwegs, waren im Weihnachtsdorf in Rovaniemi, haben eine Hundeschlitten fahrt gemacht und eine Renntierfarm besucht. Was alles sehr cool war und ich auch alles empfehlen kann. Dieses Mal haben wir uns bewusst auch andere Aktivitäten konzentriert.
Die Schneemobiltour haben wir bei Scandinavian Travel Group gebucht. Diese bieten auch andere Touren an, wie z.B. Hundeschlitten Fahrten.
Man kann sich auch im Tourist Center informieren welcher Anbieter für deine Bedürfnisse passt.
Mein ganz persönlicher Tipp geniesst einfach die Zeit und die Natur in Lappland zu dieser Zeit, es ist einfach wunderschön und magisch.

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